Einsatz digitaler Arbeitsmittel

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Einsatz digitaler Arbeitsmittel

Der Einsatz digitaler Assistenten soll Mitarbeiter entlasten. Die Assistenten übernehmen Routineaufgaben, erhöhen damit die Effizienz und helfen, Fehler zu reduzieren. Automatische Benachrichtigungen über auslaufende Fristen, zentrale Datenverwaltung, Datenübertragung in andere Systeme ohne erneute Eingabe der Daten sind nur einige Beispiele.

Darüber hinaus ermöglicht der Einsatz mobiler Endgeräte wie Tablets und Smartphones, z.B. vor Ort bei Wohnungsübergaben oder Abnahmen, dass Daten direkt im System erfasst werden, ohne diese erneut händisch im Büro einzugeben.

Cloud-Anwendungen

Laut dem „Cloud Monitor 2017“ (bitkom und KPMG) haben bereits 65 Prozent der befragten Unternehmen Cloud-Dienste im Einsatz (Stand 2016). Die Zahl der Befürworter von Cloud-Lösungen liegt bei 47 Prozent. 67 Prozent der immobilienwirtschaftlichen Unternehmen haben bereits Cloud-Technologien im Einsatz, laut einer Analyse von ZIA und EY. Künftig (in fünf Jahren) könnte der Anteil sogar auf 91 Prozent steigen.

Als Cloud-Anwendung bzw. Cloud-Computing wird die Auslagerung von IT-Diensten an externe Dienstleister bezeichnet. So können, zum Beispiel, Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Dienstleistung über das Internet bezogen werden. Die IT-Leistungen können an die Bedürfnisse des Unternehmens angepasst werden. Die Kosten richten sich je nach Bedarf.

Cloud-Lösungen bilden die Grundlage für das Arbeiten mit mobilen Endgeräten und den Zugriff auf Unternehmensdaten von diesen. Damit werden Informationen orts- und zeitunabhängig verfügbar. Arbeiten von zu Hause, vor Ort beim Kunden oder auf der Baustelle wird somit möglich, Informationen werden direkt in den Anwendungen hinterlegt.

Datenräume kommen häufig für die Dokumentenverwaltung und Archivierung zum Einsatz. So können Dokumente mit Dritten sicher ausgetauscht werden. Darüber hinaus werden Datenräume bei Transaktionen und Due Diligence genutzt. Aber auch Anwendungen wie Kalender, E-Mail, CRM stehen heute über Cloud-Lösungen zur Verfügung.

Zudem können auch ganze Prozesse durch die Cloud unterstützt werden, wie der Sales Prozess. Die Nutzer profitieren in allen Fällen von Informationen in Echtzeit und können jederzeit Auskünfte erteilen, an Kollegen, das Management, Mieter, Kunden, Partner.

Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz, KI, oder auch Englisch „artificial intelligence“ (AI), ist ein Teilgebiet der Informatik. Programme oder Maschinen besitzen künstliche Intelligenz, wenn sie menschliches Verhalten bzw. Entscheidungsstrukturen simulieren bzw. nachbilden. Künstliche Intelligenz ist keine Zukunftsmusik, sie ist schon längst zu uns vorgedrungen: intelligente Sprachassistenten sind längst in unserem Alltag angekommen.

In der Immobilienbranche scheint dem nicht so zu sein: Gerade 15 Prozent der immobilienwirtschaftlichen Unternehmen setzen heute schon künstliche Intelligenz im Unternehmen ein, zukünftig (in fünf Jahren) könnte der Anteil aber bereits bei 55 Prozent liegen, laut ZIA und EY „Einsatz digitaler Technologien in der Immobilienwirtschaft„.

Dabei gibt es vielfältige Möglichkeiten, wie künstliche Intelligenz zu Effizienzsteigerungen in der Immobilienwirtschaft führen kann. Bereits heute werden Dokumente in Datenräumen automatisch erkannt und kategorisiert. In der Dokumentenanalyse können mit Hilfe künstlicher Intelligenz Daten aus Dokumenten extrahiert und ausgewertet werden. Somit können Due Diligence Prüfungen und damit Transaktionen schneller abgeschlossen werden.

Im Facility Management werden zukünftig „smart buildings“, also intelligente Gebäude eine Rolle spielen. Die Auswertung von Sensordaten und deren Vernetzung ermöglicht ein flexibles Reagieren auf veränderte Bedingungen: Defekte Geräte melden sich selbstständig, eine automatische Nachricht wird an den entsprechenden Dienstleister übermittelt. Auch im Energie- oder Sicherheitsmanagement kann künstliche Intelligenz die Effizienz steigern.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten bieten Chatbots. Der Begriff ist eine Zusammensetzung aus den Wörtern „chatten“ (sich unterhalten) und „robots“ (Roboter). Chatbots sind Programme, mit denen sich Menschen unterhalten können. Sie können standardisierte Anfragen übernehmen, bestimmte Aufgaben selbstständig erledigen und automatisch durchführen.

Laut einer Studie der bitkom können sich 25 Prozent der Deutschen vorstellen, Chatbots zu nutzen. Die Nutzungsarten sind derweil vielseitig: Im privaten Bereich würden 68 Prozent der Befragten die Chatbots als Assistenten zur Terminplanung einsetzen; Recherchen und Buchen von Tickets, Informationen zu Wetter und Nachrichten sowie im Kundenservice sind weitere Anwendungsgebiete.

In der Immobilienbranche können Chatbots Interessenten bei der Immobiliensuche helfen: Interessenten geben ihre Suchparameter ein und der Chatbot liefert selbstständig die passenden Ergebnisse. Diese Recherche schafft ein Chatbot schneller als ein Mensch. Und er steht für Anfragen 24/7 zur Verfügung.

Auch in der Immobilienverwaltung gibt es Einsatzfelder für Chatbots. Diese könnten Anfragen beantworten zu Wartungsterminen, Mangelanzeigen o.ä. und so die Kommunikation zwischen Verwalter und Mieter beschleunigen. Anfragen würden in Echtzeit beantwortet, Mitarbeiter entlastet.

In Bürogebäuden mit agiler Raumnutzung könnten Chatbots Büronutzer über freie Räume informieren, Räume für Konferenzen buchen, Wegweiser sein.

Auch in der Immobilienbewertung kommt zunehmend künstliche Intelligenz zum Einsatz. Mithilfe von selbstlernenden Algorithmen werden Immobilien bewertet.

Virtuelle Realität (VR)/ Erweiterte Realität (AR)

Die virtuelle Realität bezeichnet eine in Echtzeit computergenerierte alternative Wirklichkeit. In diese Realität kann der Nutzer über eine VR-Brille eintauchen, sich dort bewegen und interagieren.

Kommt es zu einer Vermischung der virtuellen Realität und der reellen Welt, spricht man von „augmented reality“, erweiterte Realität.

Die Nutzer agieren in der reellen Welt, erhalten aber zusätzliche Informationen aus der virtuellen Realität. So könnten beispielsweise in Museen über Datenbrillen zusätzliche Informationen zu den Kunstwerken eingeblendet werden.

Zahlreiche Proptechs arbeiten bereits daran, VR/AR für die Immobilienbranche nutzbar zu machen. Immobilien-Besichtigungen bilden dabei einen Schwerpunkt: Via VR-Brille, PC oder mobile Endgeräte können Interessenten Immobilien besichtigen.

Für beide Seiten eröffnet sich somit ein internationaler Immobilienmarkt, entfallen doch zeitaufwendige Fahrten zu Besichtigungsorten. Zusätzlich eingeblendete Informationen, z.B. über verwendete Materialien, führen zu einer qualitativ verbesserten Besichtigung.

Darüber hinaus ist es möglich, Immobilien, die noch nicht gebaut sind, zu besichtigen. Keine grüne Wiese oder Baustellenflair mehr, sondern perfekt eingerichtete Immobilien, so wie sie zukünftig entstehen.

VR ist auch für Planer interessant, lassen sich doch so Planungs- und Baufehler vermeiden, wenn man die Immobilie schon vor dem Bau begehen kann.

Das nicht nur einzelne Gebäude in der virtuellen Realität generiert werden können, zeigte die Stadt Leipzig auf der MIPIM 2018: mit dem virtuellen Stadtmodell. Ziel ist es, damit Investoren zu gewinnen, aber auch Einsatzmöglichkeiten in der Stadt- und Verkehrsplanung sind möglich.

Internet der Dinge (IoT)

Im Internet der Dinge, englisch „internet of things“ (IoT) tauschen Gegenstände ohne Eingriffe von außen selbstständig Informationen miteinander aus. So können in einer Immobilie angebrachte Sensoren Daten generieren und miteinander in Austausch treten.

Anhand dieser Daten können nun Auswertungen erstellt und somit Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden. Das führt nicht nur zu einer Reduzierung von Kosten, sondern auch von Ressourcen und Energieverbrauch.

Die Verwaltung von Immobilien wird weiterhin vereinfacht, wenn Fahrstühle, Heizung oder Klimaanlage von selbst melden, dass sie defekt bzw. wartungsbedürftig sind. Versehen mit künstlicher Intelligenz lernen Heizung, Fahrstuhl und Co zudem, selbstständig effizienter zu arbeiten.

BIM

In anderen Ländern schon Standard, hier eher noch Außenseiter: Building Information Modeling. Alle baurelevanten Daten werden auf einer Plattform erfasst, ein digitales Modell des Gebäudes steht allen Projektbeteiligten zur Verfügung. So können schon in der Planungsphase alle Projektbeteiligten am zu entstehenden Gebäude arbeiten und Anpassungen vornehmen.

In Verbindung mit VR geht es dann sogar noch einen Schritt weiter: Architekten, zukünftige Mieter, Partner – alle können sich das Gebäude in der virtuellen Realität ansehen. So kann nicht nur die Planung überprüft, sondern auch der aktuelle Stand begutachtet werden. Und mithilfe des 3-D-Drucks kann auch ein genaues Modell erstellt werden.